Uganda beherbergt 20 Primatenarten — mehr als fast jedes andere afrikanische Land in vergleichbarer Größe. Darunter befinden sich die beiden größten Menschenaffen Afrikas: der Berggorilla und der Schimpanse. Wer beide in freier Wildbahn erleben will, muss nach Uganda.
Berggorilla — die Hauptattraktion in Bwindi
Der Berggorilla (Gorilla beringei beringei) ist Ugandas berühmtester Primat. Rund 460 der weltweit noch verbliebenen ~1.000 Berggorillas leben im Bwindi Impenetrable National Park im Südwesten des Landes. Weitere Familien leben im angrenzenden Mgahinga Gorilla National Park.
Habituierte Gorilla-Familien können mit einem Trekking-Permit (800 USD, Stand 2026) besucht werden — maximal 8 Personen pro Gruppe, eine Stunde Aufenthaltszeit. Die Begegnung mit einem Silverback in freier Wildbahn ist eines der intensivsten Wildtier-Erlebnisse weltweit.

Silverback-Blickkontakt im Bwindi Impenetrable National Park — eines der intensivsten Wildtier-Erlebnisse Afrikas.
Schimpanse — Ugandas zweiter Menschenaffe
Uganda beherbergt rund 5.000 Schimpansen (Pan troglodytes) — eine der größten Schimpansen-Populationen Ostafrikas. Das Kibale-Waldgebiet im Westen Ugandas ist der beste Ort weltweit für habituierte Schimpansen-Trekking. Der Kibale Forest National Park hat über 1.500 Schimpansen, davon mehrere habituierte Gruppen.
Schimpansen-Trekking in Kibale kostet deutlich weniger als Gorilla-Trekking ([RECHERCHE NOETIG: aktueller Permit-Preis Kibale Schimpansen 2026]) und ist körperlich weniger anspruchsvoll. Viele Uganda-Reisende kombinieren Kibale und Bwindi in einer Reise.
Weitere Primaten in Uganda
Neben Gorillas und Schimpansen leben 18 weitere Primatenarten in Uganda — von kleinen Galagos (Buschbabys) bis zu den auffälligen Colobus-Affen:
- Schwarzweißer Colobus (Colobus guereza) — häufig in Kibale und Bwindi, leicht zu beobachten am Waldrand
- Roter Colobus (Procolobus tephrosceles) — endemisch für Uganda und Tansania, in Kibale
- Olive-Pavian (Papio anubis) — weit verbreitet, auch rund um Bwindi-Lodges sichtbar
- Vervet-Affe (Chlorocebus pygerythrus) — häufigster Affe Ugandas, in fast allen Parks
- L'Hoest-Affe (Allochrocebus lhoesti) — charakteristisch für den Albertine-Rift, in Bwindi
- Blauer Affe (Cercopithecus mitis) — in Kibale und Bwindi
- Potto (Perodicticus potto) — nachtaktiv, selten zu beobachten
- Östlicher Galago (Galago senegalensis) — kleinstes Primate Ugandas, nachtaktiv
Wo sieht man welche Primaten in Uganda?
| Art | Bester Ort | Aktivität |
|---|---|---|
| Berggorilla | Bwindi Impenetrable NP | Gorilla Trekking (Permit 800 USD) |
| Schimpanse | Kibale Forest NP | Chimp Trekking |
| Schimpanse (wild) | Queen Elizabeth NP, Ishasha | Pirschfahrt |
| Roter Colobus | Kibale Forest NP | Geführte Wanderung |
| Schwarzweißer Colobus | Kibale, Bwindi | Geführte Wanderung |
| Olive-Pavian | Bwindi-Umgebung, Queen Elizabeth | Game Drive |
| Vervet-Affe | Fast alle Parks | überall sichtbar |
| L'Hoest-Affe | Bwindi, Kibale | Geführte Wanderung |
Primaten in Bwindi — mehr als nur Gorillas
Der Bwindi Impenetrable National Park ist nicht nur für Berggorillas bekannt. Während unserer Besuche zwischen Oktober 2024 und Mai 2026 haben wir auf Wanderungen im Buhoma-Sektor regelmäßig L'Hoest-Affen und Schwarzweiße Colobus-Affen beobachtet — oft direkt am Waldrand, ohne gezielte Suche.
Wer nach dem Gorilla-Trekking noch Zeit hat, sollte eine geführte Wanderung im Park buchen. Die lokalen Guides kennen die Aufenthaltsorte der verschiedenen Primatengruppen — und nicht selten trifft man dabei auf Familien die nicht zur habituierten Gorilla-Gruppe gehören.
