Die Kleidung — was wirklich wichtig ist
Das Gorilla Trekking führt durch dichten Regenwald — enges Unterholz, Brennnesseln, Dornen, feuchten Boden. Die Kleidung schützt vor allem das. Modisch muss nichts davon sein. Was zählt: Funktionalität und Schutz.
Bei unserem Trekking im Januar 2026 im Bwindi Impenetrable National Park — einem typischen ugandischen Regenmonat — war der Weg feucht, der Aufstieg steil, das Unterholz dicht. Wer vorbereitet ist, genießt es. Wer falsch angezogen ist, kämpft.

Die komplette Kleidungs-Checkliste
Oberkörper
- Langärmeliges Shirt — leicht, atmungsaktiv. Schützt vor Insekten und Dornen
- Leichtes Fleece oder Pulli — morgens in Bwindi kann es kühl sein (1.100–2.607 m Höhe)
- Regenjacke oder Regenponcho — nicht optional. Leicht, packbar, immer im Rucksack
Unterkörper
- Lange Wanderhose — fest genug um Dornen abzuhalten, beweglich genug für steile Aufstiege. Keine Jeans (zu schwer und trocknet nicht)
- Gamaschen (Gaiters) — Schutz vor Waldameisen, Dornen und Schmutz. Dringend empfohlen. Kann vor Ort ausgeliehen werden
- Dünne feuchtigkeitsableitende Unterwäsche — bei langen Trekkings wichtig
Füße
- Wasserfeste Wanderschuhe — mit gutem Profil, knöchelhoch bevorzugt. Das wichtigste Ausrüstungsstück überhaupt
- Dicke Wandersocken — dämpfen und schützen bei langen Märschen
Kopf und Hände
- Kappe oder Sonnenhut — auf freien Passagen nützlich
- Dünne Handschuhe — für den Griff an Äste und Lianen
Die komplette Packliste für den Rucksack
Pflicht
- Wasser — mindestens 1,5 Liter pro Person
- Snacks für unterwegs (Nüsse, Riegel, Obst)
- Regenponcho oder Regenjacke
- Sonnencreme — auch im Wald
- Insektenspray
- Kleines Erste-Hilfe-Set mit Pflaster
- Kamera ohne Blitz (oder Smartphone, Blitz deaktivieren)
Sehr empfehlenswert
- Wanderstöcke — helfen beim Aufstieg und Abstieg enorm. Am Eingang ausleihbar
- Gamaschen — gegen Ameisen und Dornen
- Handschuhe — dünn, für Griffhilfen
- Ersatzsocken in der Lodge — für die Rückkehr
- Kleines Handtuch
Optional
- Fernglas — für weiter entfernte Gorillas in Bäumen
- Müllbeutel für Elektonik — bei starkem Regen
- Taschentücher
Weglassen
- Schwere DSLR mit großem Objektiv — mühsam im Unterholz, Blitz ausschalten nicht vergessen
- Flip-Flops oder Sandalen — absolut ungeeignet
- Helle Kleidung (Weiß, Neon) — stört die Gorillas
- Parfüm oder stark riechendes Deo — kann Gorillas irritieren
- Große Essensvorräte — Snacks reichen, kein Mittagessen nötig
Porter mieten — unterschätzte Option
Am Parkeingang in Buhoma kann man einen Porter für den Tagesrucksack für rund 20 USD anheuern (Quelle: Reiseführer Uganda 2020). Das ist keine Schwäche — es ist eine kluge Entscheidung. Ein Porter trägt den Rucksack, hilft beim steilen Aufstieg und kennt den Weg. Das Geld bleibt direkt in der lokalen Gemeinschaft.
Bei unserem Trekking im Januar 2026 haben die Ranger aktiv beim schwierigen Aufstieg geholfen. Wer körperlich nicht top fit ist oder auf rutschigem Untergrund unsicher ist, ist mit einem Porter deutlich entspannter unterwegs — und hat den Kopf frei für die Gorillas.
Farben und Tarnung — was passt in den Wald?
Neutrale Erdtöne sind ideal: Grün, Khaki, Braun, Grau. Diese Farben fügen sich in den Wald ein und sind weniger ablenkend für die Gorillas. Weiß und helle Farben reflektieren Licht und stechen heraus — funktionieren aber trotzdem, sie sind nur weniger ideal.
Tarnmuster (Camouflage) sind in manchen ugandischen Nationalparks verboten — für Touristen gilt das in Bwindi nicht, aber es kann Missverständnisse erzeugen. Im Zweifel lieber neutrales Grün oder Khaki.
Ausrüstung vor Ort — was man ausleihen kann
Am Parkeingang in Buhoma (und in anderen Sektoren) können Wanderstöcke, einfache Gamaschen und Regenponchos ausgeliehen werden. Die Qualität dieser Leihausrüstung ist einfach — eigene Ausrüstung ist komfortabler. Wer kurzfristig reist und nicht alles mitgebracht hat, kommt trotzdem zurecht.
