BDO, BIDO und BIEO sind drei Batwa-geführte zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Landrechte, Teilhabe und kulturelle Anerkennung der Batwa rund um den Bwindi Impenetrable National Park einsetzen.
Zahlen im Überblick
- 3 — Drei Batwa-geführte zivilgesellschaftliche Organisationen (BDO, BIDO, BIEO) reichten Ende 2024 gemeinsam Beschwerden ein.
- ~1.400 — So viele Batwa leben schätzungsweise in Siedlungen rund um den Bwindi Impenetrable National Park.
- 277 — Anzahl der Haushalte, in denen die Batwa-Bevölkerung in den Distrikten Kisoro und Kanungu lebt.
- 10% — Anteil der Projektmittel, den die Batwa-CSOs Ende 2024 für ihre Gemeinschaften einforderten.
- 2014–2023 — Laufzeit des General Management Plan für Bwindi, der die Einbindung marginalisierter Gemeinden wie der Batwa in Parkprogramme vorsieht.
Wer sind BDO, BIDO und BIEO? Batwa-geführte Organisationen im Überblick
Kurzantwort: BDO, BIDO und BIEO sind drei zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs), die von Batwa selbst geführt werden und sich für deren Rechte rund um Bwindi einsetzen.
Rund um den Bwindi Impenetrable National Park setzen sich drei Batwa-geführte zivilgesellschaftliche Organisationen für die Interessen der indigenen Batwa-Bevölkerung ein: BDO, BIDO und BIEO. Es handelt sich um lokale Interessenvertretungen der Zivilgesellschaft, nicht um staatliche Stellen oder Behörden.
Diese Organisationen traten Ende 2024 öffentlich in Erscheinung, als sie gemeinsam Beschwerden zu ihrer Situation und ihren Forderungen einreichten. Zu den konkreten Gründungsjahren, internen Strukturen oder laufenden Projekten dieser drei Organisationen liegen in den vorliegenden Quellen keine gesicherten Angaben vor. Diese Lücke wird hier bewusst offen benannt, statt sie mit Vermutungen zu füllen.
In Berichten und Dokumenten zur Batwa-Situation rund um Bwindi tauchen zudem weitere Namen auf, etwa Action for Batwa Empowerment Group, Association of Batwa Empowerment Group, Bwindi Batwa Development Association oder Batwa Development Programme. Ob es sich dabei um Vorläuferorganisationen, Partnerorganisationen oder völlig eigenständige Gruppen handelt, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig klären. Die Namen sollten deshalb nicht ungeprüft gleichgesetzt werden.
Die Forderungen der Batwa: Landrechte, Kulturzentrum und Teilhabe
Kurzantwort: Ende 2024 forderten die Batwa-CSOs Landrechte, ein eigenes Kulturzentrum, einen Sitz im Steuerkomitee und 10 Prozent der Projektmittel – bislang ohne dokumentierte Reaktion.
Ende 2024 reichten BDO, BIDO und BIEO offiziell Beschwerden ein. Im Kern ging es um vier Forderungen: Landrechte für die Batwa, ein eigenes Kulturzentrum, ein Sitz im Steuerkomitee sowie ein Anteil von 10 Prozent der Projektmittel, die im Zusammenhang mit dem Park und seinem Tourismus verteilt werden.
Diese Forderungen wurden nach den vorliegenden Angaben bislang nicht berücksichtigt. Warum genau dies der Fall ist, geht aus der zugrunde liegenden Quelle nicht im Detail hervor. Eine offizielle Stellungnahme oder Reaktion der zuständigen Behörden auf die Ende-2024-Beschwerden ist in den vorliegenden Dokumenten nicht dokumentiert. Ebenso liegen keine direkten Zitate von Batwa-Vertretern zu ihrer Situation oder ihren Forderungen vor – auch das bleibt an dieser Stelle eine offene Wissenslücke, die nicht durch Vermutungen gefüllt wird.
Die Batwa rund um Bwindi: Lebenssituation und historischer Hintergrund
Kurzantwort: Rund 1.400 Batwa leben in etwa 277 Haushalten in den Distrikten Kisoro und Kanungu, mit eingeschränktem Zugang zu den Waldressourcen, von denen sie historisch abhängig waren.
Rund 1.400 Menschen der indigenen Batwa-Bevölkerung leben in etwa 277 Haushalten in Siedlungen angrenzend an den Bwindi Impenetrable National Park, verteilt auf die Distrikte Kisoro und Kanungu.
Der Bwindi Impenetrable National Park hat für die Batwa und benachbarte Gemeinden eine hohe kulturelle Bedeutung, da ihr Lebensunterhalt traditionell eng mit dem Wald verbunden war. Der General Management Plan für den Park (Laufzeit 2014–2023) hält fest, dass die Batwa heute nur eingeschränkten Zugang zu den Waldressourcen haben, gleichzeitig aber aktiv in Parktourismusprogramme eingebunden werden sollen.
Der Plan sieht vor, marginalisierte Gemeinden – insbesondere die Batwa – in ausgewählte Parkprogramme einzubeziehen. Wie diese Einbindung in der Praxis konkret aussieht und ob sie den Forderungen der Batwa-CSOs entspricht, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend beurteilen.
Rolle von UWA und dem Bwindi Management Plan gegenüber den Batwa-Organisationen
Kurzantwort: Die Uganda Wildlife Authority (UWA) möchte, dass NGOs und Entwicklungspartner ihren General Management Plan als Grundlage nutzen – ob und wie die Batwa-CSOs darin eingebunden sind, bleibt unklar.
Die Uganda Wildlife Authority (UWA) formuliert im General Management Plan für Bwindi den Wunsch, dass alle NGOs, Gebietskörperschaften und Entwicklungspartner diesen Plan als gemeinsame Grundlage für ihre jährlichen Aktivitäten rund um den Park nutzen.
Damit positioniert sich der GMP als übergeordneter Rahmen, an dem sich auch Organisationen wie BDO, BIDO und BIEO orientieren könnten. Ob und in welcher Form eine tatsächliche Abstimmung zwischen der UWA und den Batwa-geführten CSOs stattfindet, geht aus den vorliegenden Dokumenten nicht hervor. Insbesondere bleibt offen, wie die UWA auf die Ende-2024 eingereichten Beschwerden der Batwa-Organisationen reagiert hat – eine offizielle Antwort ist in den vorliegenden Quellen nicht dokumentiert.
Häufige Fragen
Was sind BDO, BIDO und BIEO?
BDO, BIDO und BIEO sind drei Batwa-geführte zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für die Rechte und Interessen der indigenen Batwa-Bevölkerung rund um den Bwindi Impenetrable National Park einsetzen. Es sind lokale Interessenvertretungen, keine staatlichen Stellen.
Welche Forderungen haben die Batwa-Organisationen Ende 2024 gestellt?
Die drei CSOs forderten Landrechte für die Batwa, ein eigenes Kulturzentrum, einen Sitz im Steuerkomitee sowie 10 Prozent der Projektmittel im Zusammenhang mit dem Park. Nach den vorliegenden Angaben wurden diese Forderungen bislang nicht berücksichtigt.
Wie viele Batwa leben rund um Bwindi und wo?
Schätzungen zufolge leben rund 1.400 Batwa in etwa 277 Haushalten in Siedlungen angrenzend an den Bwindi Impenetrable National Park, verteilt auf die Distrikte Kisoro und Kanungu.
Sind BDO, BIDO und BIEO dasselbe wie andere genannte Batwa-Gruppen?
Das ist aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig geklärt. Neben BDO, BIDO und BIEO werden in Dokumenten zur Batwa-Situation auch Namen wie Action for Batwa Empowerment Group, Association of Batwa Empowerment Group, Bwindi Batwa Development Association und Batwa Development Programme genannt. Ob es sich um Vorläufer, Partnerorganisationen oder unabhängige Gruppen handelt, lässt sich derzeit nicht verifizieren.
Wie hat die Uganda Wildlife Authority auf die Beschwerden reagiert?
Eine offizielle Reaktion der UWA auf die Ende-2024 eingereichten Beschwerden der Batwa-CSOs ist in den vorliegenden Dokumenten nicht dokumentiert. Der General Management Plan der UWA sieht vor, dass NGOs und Entwicklungspartner den Plan als Grundlage ihrer Arbeit nutzen, konkrete Abstimmungen mit den Batwa-Organisationen gehen aus den Quellen jedoch nicht hervor.
Weiterlesen
Vor Ort






