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CRM in Bwindi: Naturschutz und Gemeinschaft im Einklang

CRM in Bwindi: Naturschutz und Gemeinschaft im Einklang

Wie Collaborative Resources Management (CRM) in Bwindi Naturschutz und Anwohnerrechte verbindet: Modell, Geschichte, Rechtsgrundlage und Rolle der Batwa.

Collaborative Resources Management (CRM) regelt seit den 1990er Jahren, wie Anwohnergemeinschaften rund um Bwindi bestimmte Waldressourcen nutzen dürfen — ein Modell partizipativen Naturschutzes zwischen Uganda Wildlife Authority und lokalen Gruppen.

Zahlen im Überblick

  • 1990er — UWA begann in diesem Jahrzehnt mit dem Aufbau von CRM-Vereinbarungen, ursprünglich unter dem Namen 'Multiple Use Programme', zuerst in Bwindi und Mgahinga.
  • 2019 — Der Uganda Wildlife Act 2019 bildet zusammen mit dem National Forestry and Tree Planting Act 2003 die rechtliche Grundlage für CRM-Vereinbarungen.
  • 2023 — Die Community Resource Access Guidelines 2023 regeln aktuell den Zugang von Anwohnergemeinschaften zu Nicht-Holz-Ressourcen in Schutzgebieten.
  • 330 km² — So groß ist der Bwindi Impenetrable National Park im Südwesten Ugandas entlang des Albertine Rift Valley.
  • 20–60 — Zwischen 2020 und 2025 wurden pro Jahr zwischen 20 und 60 Vorfälle unerlaubter Nicht-Holz-Waldproduktentnahme in Bwindi dokumentiert.

Was ist Collaborative Resources Management (CRM)?

Kurzantwort: CRM ist das partizipative Waldmanagement-Modell, mit dem die Uganda Wildlife Authority (UWA) in Schutzgebieten wie dem Bwindi Impenetrable National Park mit angrenzenden Gemeinschaften zusammenarbeitet.

Collaborative Resources Management (CRM) bezeichnet ein partizipatives Waldmanagement-Arrangement, das die Uganda Wildlife Authority (UWA) und die frühere National Forestry Authority (NFA) in Schutzgebieten gemeinsam mit angrenzenden Gemeinschaften umsetzen. Rechtlich verankert ist dieses Modell im Uganda Wildlife Act 2019 und im National Forestry and Tree Planting Act 2003.

Im Bwindi Impenetrable National Park (BINP) ist CRM das zentrale Instrument, über das Anwohnergemeinschaften geregelten Zugang zu bestimmten Ressourcen im Wald erhalten, während der Park gleichzeitig als Schutzgebiet erhalten bleibt. Die konkreten CRM-Gruppen und ihre Vereinbarungen für Bwindi sind in einem eigenen Anhang (Annex I) dokumentiert.

Die Geschichte des CRM in Bwindi seit den 1990er Jahren

Kurzantwort: CRM entstand in den frühen 1990er Jahren unter dem Namen 'Multiple Use Programme' und wurde zuerst in Bwindi und Mgahinga eingeführt.

Der Ursprung von CRM liegt in den frühen 1990er Jahren. Damals hieß das Programm noch 'Multiple Use Programme' und wurde erstmals in Bwindi und im benachbarten Mgahinga-Gorilla-Nationalpark eingeführt. Grundlage waren schriftliche Vereinbarungen zwischen lokalen Gemeinschaften und der Uganda National Parks, der Vorgängerorganisation der heutigen UWA.

Ziel war es von Beginn an, die Unterstützung der Anwohner für den Naturschutz zu erhöhen, indem ihnen ein geregelter Zugang zu bestimmten Waldressourcen ermöglicht wurde — etwa zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung von Pflanzenressourcen sowie zu Bienenzucht und Honigsammlung.

Rechtliche Grundlage: Community Resource Access Guidelines 2023

Kurzantwort: Die aktuelle rechtliche Grundlage der CRM-Vereinbarungen bilden die Community Resource Access Guidelines 2023 in Verbindung mit dem Uganda Wildlife Act 2019.

Die CRM-Vereinbarungen stützen sich heute auf den Uganda Wildlife Act 2019 sowie auf die Community Resource Access Guidelines 2023 — offiziell die 'Guidelines for the Management of Non-Timber Resource Access in Protected Areas by Neighbouring Communities'. Diese Leitlinien konkretisieren, wie Anwohnergemeinschaften Zugang zu Nicht-Holz-Waldprodukten erhalten können, ohne das Schutzgebiet zu gefährden.

Damit ist CRM kein informelles Arrangement, sondern ein rechtlich eingebettetes Co-Management-Modell, das schriftliche Vereinbarungen zwischen UWA und den jeweiligen Gemeinschaftsgruppen voraussetzt.

Welche Ressourcen dürfen Anwohner nutzen?

Kurzantwort: Im Rahmen von CRM sind unter anderem Bienenzucht und Honigsammlung geregelt möglich; genaue Umfänge einzelner Vereinbarungen sind nicht öffentlich im Volltext dokumentiert.

Zu den Ressourcen, die im Rahmen von CRM-Vereinbarungen genutzt werden dürfen, zählen insbesondere Bienenzucht und Honigsammlung. Diese Nutzungsformen gehören zu den historisch ersten Anwendungen des Modells und sind bis heute Bestandteil der CRM-Praxis in Bwindi.

Wie viele CRM-Gruppen aktuell in Bwindi bestehen und welche genauen Vereinbarungen sie im Einzelnen treffen, ist in einem separaten Anhang dokumentiert, der nicht vollständig öffentlich vorliegt. Dass ein Regelungsbedarf besteht, zeigt sich auch daran, dass zwischen 2020 und 2025 jährlich zwischen 20 und 60 Vorfälle unerlaubter Nicht-Holz-Waldproduktentnahme in Bwindi dokumentiert wurden — ein Hinweis darauf, dass geregelter Zugang und tatsächliche Nutzung nicht immer deckungsgleich sind.

Die Rolle der Batwa im CRM-System

Kurzantwort: Managementpläne für Bwindi sehen vor, marginalisierte Gemeinschaften wie die Batwa gezielt in ausgewählte Parkprogramme einzubinden.

Die Batwa gelten als eine der am stärksten marginalisierten Gemeinschaften rund um Bwindi. Der Managementplan für den Bwindi Impenetrable National Park (Planperiode bis 2023) sah vor, ihre Beteiligung an ausgewählten Parkprogrammen gezielt zu fördern.

Wie genau die Rechte und Zugangsregeln für Batwa innerhalb einzelner CRM-Gruppen im Vergleich zu anderen Anwohnergruppen konkret ausgestaltet sind, lässt sich auf Basis der vorliegenden Dokumente nicht abschließend darstellen. Die Einbindung der Batwa in CRM-Strukturen ist Teil eines übergreifenden Anliegens, die Interessen marginalisierter Gruppen bei Nutzungsentscheidungen im und um den Park stärker zu berücksichtigen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Collaborative Resources Management (CRM) konkret für Touristen in Bwindi?

CRM ist in erster Linie ein Naturschutz- und Gemeinschaftsmechanismus zwischen UWA und Anwohnern, kein direktes touristisches Angebot. Für Reisende wird er indirekt spürbar, etwa wenn lokal produzierter Honig oder andere Gemeinschaftsprodukte aus CRM-Vereinbarungen angeboten werden.

Seit wann gibt es CRM in Bwindi?

CRM geht auf die frühen 1990er Jahre zurück, als das Modell unter dem Namen 'Multiple Use Programme' zuerst in Bwindi und im benachbarten Mgahinga-Gorilla-Nationalpark eingeführt wurde.

Welche Rolle spielen die Batwa im CRM-Modell?

Managementpläne für Bwindi sehen vor, die Batwa als marginalisierte Gemeinschaft gezielt in ausgewählte Parkprogramme einzubinden. Detaillierte, öffentlich zugängliche Angaben zu ihrer konkreten Rolle innerhalb einzelner CRM-Gruppen liegen derzeit nicht vor.

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