CRM-Gruppen in Bwindi: Wie Community Resource Management den Wald und die Menschen verbindet
Gemeinschaft & Naturschutz
Auf einen Blick
- Was sind CRM-Gruppen? Lokale Komitees, die den nachhaltigen Zugang zu Waldressourcen im Bwindi Impenetrable National Park regeln
- Wer ist beteiligt? UWA (Uganda Wildlife Authority), Batwa-Gemeinschaften, Parish Councils, Project Management Committees
- Wichtige Zonen: Imikera-Integrationszone mit Bienenzuchtgebieten in Nyamabale, Kashasha, Mushanje, Kiyebe und Kitojo
- Ziel: Nachhaltiger Waldzugang für Batwa bei gleichzeitigem Schutz des UNESCO-Welterbes
- Aktuelles Projekt: IFPA-CD (Weltbank, 148,2 Mio. USD) zur Stärkung der CRM-Strukturen, lief bis Juni 2026
- Herausforderung: Zwischen 2020 und 2025 wurden 20 bis 60 nicht autorisierte Waldentnahmen pro Jahr dokumentiert (Quelle: State of Wildlife Resources in Uganda 2026)
Wer zum Gorilla-Trekking in Bwindi reist, betritt einen Wald, der nicht nur Berggorillas beherbergt, sondern auch das traditionelle Heimatgebiet der Batwa ist. Diese indigene Gemeinschaft lebte jahrhundertelang im und vom Wald. Als der Park 1991 gegründet wurde, verloren die Batwa ihren direkten Zugang zu diesen Ressourcen. Das Community Resource Management — kurz CRM — ist der Versuch, eine Balance zu finden: zwischen dem Schutz eines der wertvollsten Ökosysteme der Erde und den Bedürfnissen der Menschen, die diesen Wald seit Generationen kennen. Während unserer Besuche in Buhoma, zuletzt im Mai und Juni 2026, haben wir dieses System aus nächster Nähe beobachtet — was funktioniert, was noch nicht und warum diese Frage weit über Uganda hinaus bedeutsam ist.
Was CRM-Gruppen sind und wie sie entstanden
Das Konzept des Community Resource Managements ist keine ugandische Erfindung, aber es hat in Bwindi eine besondere Ausprägung bekommen. Einfach gesagt: CRM-Gruppen sind lokale Interessenvertretungen, die mit der Uganda Wildlife Authority (UWA) Verträge — sogenannte Memoranda of Understanding (MOUs) — abschließen. Diese MOUs regeln, unter welchen Bedingungen Gemeinden auf bestimmte Waldressourcen zugreifen dürfen, ohne dass dies dem Ökosystem schadet.
Die Gruppen bestehen aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus den umliegenden Dörfern. Sie haben Executive Committees — also Vorstandsgremien — die konkrete Entscheidungen treffen: wer darf wann in welchen Bereich des Waldes, welche Ressourcen dürfen entnommen werden, wie wird Verstössen begegnet. In Bwindi gibt es mehrere solcher CRM-Gruppen, die verschiedene Teile der sogenannten integrierten Ressourcennutzungszone bewirtschaften. Besonders aktiv sind Gruppen in den Bienenzuchtgebieten Nyamabale, Kashasha, Mushanje, Kiyebe und Kitojo — Orte, die die meisten Touristen nie zu Gesicht bekommen, die aber für die lokale Wirtschaft erhebliche Bedeutung haben.
Die Parish Councils spielen dabei eine administrative Rolle: Sie überwachen Entwicklungsprojekte und sind Teil des staatlichen Systems auf lokaler Ebene. Daneben gibt es Project Management Committees, die konkrete Entwicklungsprojekte auf Distriktebene begleiten. Diese verschiedenen Ebenen — CRM-Gruppen, Parish Councils, UWA — müssen koordiniert zusammenarbeiten, was in der Praxis nicht immer reibungslos gelingt.
Die Rolle der Batwa: Zwischen Tradition und Systemteilhabe
Die Batwa sind die eigentliche Schlüsselgruppe, wenn es um CRM in Bwindi geht. Als Ureinwohner des Bwindi-Regenwaldes haben sie ein tiefes Wissen über Pflanzen, Tiere, Pilze und Heilmittel, das über Generationen weitergegeben wurde. Mit der Gründung des Nationalparks verloren sie nicht nur ihr Land, sondern auch den legalen Zugang zu all dem. CRM sollte ihnen einen geregelten Rückweg in den Wald eröffnen.
In der Theorie ist das ein fairer Ansatz. In der Praxis gibt es erhebliche Hürden. Laut dem Bericht "Batwa around the Bwindi" (2025) ist die Beteiligung der Batwa an CRM-Strukturen noch unzureichend. Viele Batwa-Gemeindemitglieder verstehen nicht vollständig, welche Rolle die CRM-Institutionen spielen oder welche Rechte ihnen zustehen. In den Executive Committees der Ressourcennutzergruppen sind Batwa oft unterrepräsentiert — obwohl die MOUs ausdrücklich ihre Mitgliedschaft vorsehen.
[ZITAT: Batwa-Vertreter über den Unterschied zwischen formalem Recht und gelebter Realität im Wald]
Was bedeutet das konkret? UWA hat erklärt, grundsätzlich offen für Anfragen bezüglich traditioneller Waldnutzung zu sein. Pilzanbau wird ausdrücklich als wirtschaftlich vielversprechendes Tätigkeitsfeld für die Batwa genannt. Doch zwischen dieser Offenheit und tatsächlicher Beteiligung liegt eine breite Lücke, die nur durch gezielte Kapazitätsaufbaumaßnahmen geschlossen werden kann. Führungstraining für CRM-Komiteemitglieder, bessere Informationsflüsse, die Einrichtung gemeinsamer Kommunikationsplattformen — all das sind Maßnahmen, die in aktuellen Förderprogrammen vorgesehen sind, aber Zeit brauchen.
Auf dem Community Benefit Sharing basiert übrigens ein weiteres zentrales Element der Parkpolitik: Ein Teil der Einnahmen aus Gorilla-Permits fließt direkt in Gemeinschaftsprojekte. CRM und Benefit Sharing ergänzen sich, aber sie sind nicht dasselbe — Benefit Sharing ist ein finanzieller Mechanismus, CRM ein Governance-System.
Waldressourcen: Was genutzt wird und was nicht
Nicht jede Ressource im Bwindi-Wald steht zur Nutzung offen. CRM-Gruppen dürfen auf klar definierte Nicht-Holz-Waldprodukte zugreifen — also Ressourcen, die entnommen werden können, ohne Bäume fällen zu müssen. Dazu gehören Honig, Heilpflanzen, Pilze und bestimmte Fasern. Holzeinschlag dagegen ist strikt verboten.
Trotzdem kommt es immer wieder zu Verstößen. Laut dem "State of Wildlife Resources in Uganda 2026" wurden zwischen 2020 und 2025 zwischen 20 und 60 Vorfälle der unerlaubten Waldproduktentnahme pro Jahr im Bwindi Impenetrable National Park dokumentiert. Das ist eine vergleichsweise geringe Zahl für ein Schutzgebiet dieser Größe — aber jeder einzelne Vorfall zeigt, dass der Druck auf den Wald real ist. Für Familien, die in extremer Armut leben, ist der kurze Weg in den Wald manchmal die einzige verfügbare Option, auch wenn sie wissen, dass er illegal ist.
Die CRM-Gruppen sind in einer schwierigen Position: Sie sollen einerseits Zugang ermöglichen, andererseits den Wald schützen. Das verlangt von den Komiteemitgliedern eine Kombination aus administrativen Fähigkeiten, lokalem Ansehen und Verhandlungsgeschick mit UWA. Viele dieser Ehrenamtlichen haben nie eine formale Ausbildung in dieser Richtung erhalten. Genau hier setzt das aktuelle IFPA-CD-Projekt an.
Bwindi ist übrigens auch ein wichtiger Lebensraum für seltene Tierarten. Laut dem "State of Wildlife Resources in Uganda 2026" zählen Bwindi und das benachbarte Echuya-Waldreservat zu den bedeutendsten Schutzgebieten für mindestens eine gefährdete Katzenart auf der Uganda Red List. Der Wald ist also nicht nur Heimat der Berggorillas — er ist ein Ökosystem von außergewöhnlichem Wert, das ganzheitlich geschützt werden muss. Hinzu kommen laut demselben Bericht 426 Schimpansen, die im Bwindi-Park im Jahr 2025 gezählt wurden. Auch sie sind auf intakte Waldgebiete angewiesen.
Das IFPA-CD-Projekt und die Stärkung der CRM-Strukturen
Das Weltbank-finanzierte Projekt IFPA-CD — "Investing in Forests and Protected Areas for Climate Smart Development" — hat in Uganda erhebliche Mittel mobilisiert: 148,2 Millionen US-Dollar, die bis Juni 2026 eingesetzt wurden. Ein Teil dieser Gelder floss direkt in die Stärkung der CRM-Strukturen rund um Bwindi.
Was konkret geplant und umgesetzt wurde, lässt sich aus den Programmdokumenten nachvollziehen. Erstens: Eine Bestandsaufnahme der Batwa-Mitgliedschaft in den Executive Committees der Ressourcennutzergruppen, um zu überprüfen, ob die Vorgaben der MOUs tatsächlich eingehalten werden. Zweitens: Wo nötig, Erneuerung der CRM-Vereinbarungen, um sicherzustellen, dass Batwa-Vertreter in den Gremien wie vorgesehen vertreten sind. Drittens: Führungstraining für die Komitees — mit einem budgetierten Betrag von 72 Millionen ugandischen Schilling für diese Maßnahme. Viertens: Einrichtung einer gemeinsamen Kommunikationsplattform, etwa einer WhatsApp-Gruppe, die alle CRM-Führungsgremien im Bwindi Impenetrable National Park vernetzt.
Diese Maßnahmen klingen auf den ersten Blick bescheiden — eine WhatsApp-Gruppe als Meilenstein? Wer aber versteht, wie isoliert manche Dörfer rund um Bwindi sind und wie schwierig die Koordination zwischen verschiedenen Komitees ohne gemeinsame Infrastruktur ist, erkennt den praktischen Wert. Während meines Aufenthalts im Oktober 2024 in Buhoma habe ich erlebt, wie stark Kommunikation über informelle Kanäle läuft — Informationen, die für eine gute CRM-Praxis essenziell wären, erreichen nicht immer alle Beteiligten rechtzeitig.
NatureUganda, eine Organisation die unter anderem Vogelmonitoring in verschiedenen Teilen Ugandas durchführt, ist ebenfalls in Bwindi aktiv und arbeitet mit lokalen Partnern zusammen. Solche Organisationen ergänzen die staatlichen CRM-Strukturen, indem sie Kapazitäten aufbauen und Brücken zwischen der wissenschaftlichen Forschung und den Gemeinschaften schlagen.
Was Reisende mit CRM zu tun haben
Warum sollte jemand, der nach Bwindi reist, sich mit CRM-Gruppen beschäftigen? Weil jedes Gorilla-Trekking-Permit, das 800 US-Dollar kostet, Teil eines größeren Systems ist, das auch CRM finanziert. Weil der Bwindi Impenetrable National Park nicht in einem sozialen Vakuum existiert. Und weil das Erleben dieser Landschaft tiefer wird, wenn man versteht, wer sie bewohnt, wer sie schützt und welche Spannungen dabei entstehen.
In Buhoma, dem nördlichen Eingang zum Park, gibt es eine Community Walk — eine geführte Dorfwanderung, die Besucher zu lokalen Projekten führt, traditionelle Medizin erklärt und in die Kultur der Batwa einführt. Diese Wanderung ist kein touristisches Showprogramm; sie ist ein direkter Kontakt zu den Menschen, deren Leben von Entscheidungen über den Wald abhängt. Wer die Community Walk macht, unterstützt direkt lokale Guides und die Dorfgemeinschaft.
Organisationen wie Hope on the Road arbeiten in Buhoma mit Projekten, die das Leben der Menschen rund um den Park verbessern: das HopeKitchen-Programm mit täglichen Mahlzeiten für bedürftige Kinder und Waisen, das Näh-Projekt für Frauen, Schulunterstützung, Wasserfilter und Solaranlagen. All diese Projekte stehen nicht in Konkurrenz zur CRM-Arbeit, sondern ergänzen sie. Denn CRM schützt den Wald — aber er allein schützt nicht die Menschen vor Armut. Dafür braucht es Bildung, Einkommen und Infrastruktur.
Wer sich bei seiner Reise für nachhaltiges Reisen in Bwindi interessiert, wird unweigerlich auf CRM stoßen — als Konzept, als Realität und als Frage, die keine einfache Antwort hat. Der Regenwald ist ein gemeinsames Erbe. Wie er verwaltet wird, bestimmt seine Zukunft und die der Menschen, die in seinem Schatten leben.
Wer mehr über die wirtschaftliche Situation der Menschen in Buhoma verstehen möchte, findet auf der Seite zur Wirtschaft in Buhoma tiefere Einblicke — von Bodaboda-Fahrern bis zu kleinen Unternehmerinnen, die ihren Lebensunterhalt im Umfeld des Parks verdienen.
Ein Blick auf den Kostenüberblick für Gorilla-Trekking zeigt, wie die Permit-Einnahmen aufgeteilt werden und welcher Anteil tatsächlich in lokale Gemeinschaftsprojekte fließt — ein direkter Zusammenhang mit der Finanzierung von CRM-Strukturen.
Herausforderungen und Perspektiven
CRM in Bwindi ist kein abgeschlossenes System. Es ist ein lebendiger Prozess, der sich weiterentwickelt — manchmal zu langsam, manchmal in unerwartete Richtungen. Die größten strukturellen Herausforderungen lassen sich klar benennen.
Erstens: das Informations- und Verständnisproblem. Viele Batwa-Gemeindemitglieder kennen ihre formalen Rechte innerhalb der CRM-Strukturen nicht. Sie wissen nicht, dass sie Anspruch auf Vertretung in Executive Committees haben, oder sie verstehen nicht, wie sie dieses Recht einfordern können. Ohne dieses Grundverständnis bleiben formale Garantien auf dem Papier.
Zweitens: Kapazitätslücken in den Komitees. Führungspositionen in CRM-Gremien erfordern Fähigkeiten, die nicht selbstverständlich sind — Verhandlungsführung, Protokollführung, Konfliktmoderation, Antragstellung bei Fördergebern. Genau diese Fähigkeiten wurden in der Vergangenheit zu wenig gefördert. Das IFPA-CD-Programm hat hier Abhilfe geschaffen, aber die Wirkung solcher Trainings entfaltet sich über Jahre, nicht über Monate.
Drittens: die Spannung zwischen kurz- und langfristigen Interessen. Für eine Familie, die heute kein Essen hat, ist die langfristige Walderhaltung abstrakt. CRM kann diese Spannung nur dann auflösen, wenn die kurzfristigen Alternativen — legale Einkommensquellen, Sozialhilfe, Bildung — stark genug sind. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die weit über UWA und CRM-Gruppen hinausgeht.
Viertens: die Dauerhaftigkeit der Vereinbarungen. MOUs müssen regelmäßig erneuert werden. Wenn sich Gemeindestrukturen verändern, wenn alte Komiteemitglieder sterben oder wegziehen, wenn Fördergelder auslaufen, entstehen Lücken. Die Institutionalisierung von CRM — also das Einbetten dieser Strukturen in dauerhaft funktionierende lokale Governance — ist noch nicht vollständig gelungen.
Trotz all dieser Herausforderungen gibt es Grund für Optimismus. Die Tatsache, dass die Anzahl dokumentierter Verstöße relativ gering ist — 20 bis 60 pro Jahr auf einem Schutzgebiet von über 330 Quadratkilometern — zeigt, dass die Mehrheit der Gemeindemitglieder die Waldregeln grundsätzlich respektiert. Das ist kein Selbstläufer. Es ist das Ergebnis jahrelanger Beziehungsarbeit zwischen UWA und den Gemeinschaften.
[ZITAT: Guide über den Wandel der Beziehung zwischen Dorf und Park in den letzten Jahren]
Mushroom growing — Pilzanbau — taucht in den Berichten immer wieder als vielversprechende Einkommensquelle auf. Es ist eine Tätigkeit, die Batwa-Wissen über Waldpilze nutzt, keine Bäume beschädigt und Produkte erzeugt, die lokal verkauft oder weiterverarbeitet werden können. Dass solche konkreten, praktischen Ansätze in den strategischen Dokumenten auftauchen, zeigt eine pragmatischere Haltung als in früheren Jahren.
Organisationen wie PROBICOU (Pro-biodiversity Conservationists in Uganda), das Nkuringo Cultural Centre und die Bwindi Batwa Development Organization sind wichtige Partner im Ökosystem rund um CRM. Sie arbeiten direkt mit Batwa-Gemeinschaften und können Brücken bauen, die staatliche Institutionen allein nicht bauen können. Ihre Einbindung in die Kapazitätsentwicklung ist ausdrücklich in den aktuellen Planungsdokumenten vorgesehen.
Bwindi ist ein Laboratorium — vielleicht das bedeutendste der Welt — für die Frage, ob Naturschutz und Gemeinschaftsentwicklung gleichzeitig gelingen können. CRM-Gruppen sind ein zentrales Instrument in diesem Experiment. Ihr Erfolg oder Misserfolg wird nicht nur den Wald betreffen. Er wird zeigen, ob das Modell, auf das die internationale Naturschutzgemeinschaft setzt, tatsächlich trägt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CRM-Gruppen und Parish Councils?
Parish Councils sind staatliche Verwaltungseinheiten auf lokaler Ebene mit Aufgaben rund um Entwicklungsüberwachung. CRM-Gruppen sind spezialisierte Komitees, die konkrete Vereinbarungen mit UWA über Waldressourcenzugang abschließen. Beide Strukturen existieren nebeneinander und müssen koordiniert zusammenarbeiten.
Dürfen Batwa den Bwindi-Wald betreten?
Ja, aber geregelt. Über CRM-Vereinbarungen haben Batwa-Gemeinschaften Zugang zu bestimmten Waldressourcen wie Honig, Heilpflanzen und Pilzen. Der Holzeinschlag ist verboten. UWA ist grundsätzlich offen für Anfragen traditioneller Waldnutzung, aber der Prozess muss formell über die CRM-Strukturen laufen.
Wie viele Vorfälle illegaler Waldnutzung gibt es in Bwindi?
Laut dem State of Wildlife Resources in Uganda 2026 wurden zwischen 2020 und 2025 zwischen 20 und 60 dokumentierte Vorfälle nicht autorisierter Waldproduktentnahme pro Jahr im Bwindi Impenetrable National Park registriert. Das ist für ein Schutzgebiet dieser Größe eine vergleichsweise geringe Zahl.
Was hat das IFPA-CD-Projekt mit CRM zu tun?
Das Weltbank-finanzierte IFPA-CD-Programm (148,2 Mio. USD, bis Juni 2026) hat Mittel bereitgestellt, um CRM-Strukturen in Bwindi zu stärken. Konkrete Maßnahmen waren Führungstrainings für Komiteemitglieder, Überprüfung der Batwa-Repräsentation in Executive Committees und Einrichtung gemeinsamer Kommunikationsplattformen.
Kann ich als Reisender CRM-Arbeit in Bwindi direkt unterstützen?
Indirekt: Jedes Gorilla-Trekking-Permit finanziert teilweise Gemeinschaftsprogramme. Direkter ist die Teilnahme an der Community Walk in Buhoma, die lokale Guides beschäftigt und Gemeinschaftsprojekte unterstützt. Wer Organisationen wie Hope on the Road unterstützt, stärkt die wirtschaftliche Basis der Menschen, die auf CRM angewiesen sind.
Weiterführende Artikel
- Community Benefit Sharing in Bwindi: Wie Tourismus-Einnahmen verteilt werden
- Nachhaltig reisen in Bwindi: Was wirklich zählt
- Die Menschen rund um Bwindi: Batwa, Bafumbira und Bakiga
- Wirtschaft in Buhoma: Leben im Schatten des Parks
- Gorilla-Schutzprojekte in Bwindi: Wer was macht und warum
- Waldmanagement in Uganda: Gesetze, Strukturen und Praxis
- HopeKitchen und Waisenhaus in Buhoma
- Gorilla-Trekking in Bwindi: Alles was du wissen musst