Mukungu Settlement: Die größte Batwa-Gemeinde um den Bwindi-Regenwald
Menschen & Gemeinschaft
Auf einen Blick
- Lage: Unmittelbar angrenzend an den Bwindi Impenetrable National Park, Distrikt Kanungu
- Bedeutung: Größte der Batwa-Siedlungen rund um den Bwindi-Regenwald
- Batwa in Uganda: Laut Volkszählung 2024 leben noch 3.857 Batwa in Uganda — ein Rückgang von 38 % seit 2014
- Batwa um Bwindi: Rund 562 Batwa im Südsektor des Parks (Kisoro-Distrikt, Erhebung 2022)
- Touristischer Zugang: Über geführten Community Walk Buhoma oder direkte Vereinbarung mit lokalen NGOs
- Unterstützungsorganisationen: Batwa Development Programme (BDP), ABEG, EVC und weitere
- Persönliche Besuche vor Ort: Mark Suer war mehrfach in der Region — u.a. Januar und Mai/Juni 2026
Wer zum Gorilla-Trekking im Bwindi Impenetrable National Park reist, kommt unweigerlich an einer Geschichte vorbei, die weit älter ist als jede Lodge und jedes Trekking-Permit: der Geschichte der Batwa. Die Batwa sind die ursprünglichen Bewohner des Bwindi-Regenwaldes — ein Volk, das über Jahrtausende als Jäger und Sammler im Wald lebte und in den frühen 1990er Jahren, als Bwindi zum Nationalpark erklärt wurde, zwangsweise umgesiedelt wurde. Mukungu Settlement, unmittelbar am Parkrand gelegen, ist heute die bedeutendste Batwa-Gemeinde in der Region. Ein Besuch dort ist keine touristische Randnotiz — er ist ein notwendiger Blick auf das, was Naturschutz für Menschen bedeuten kann, die von diesem Naturschutz verdrängt wurden.
Ein Volk, das seinen Wald verlor: Die Geschichte der Batwa in Bwindi
Die Batwa — manchmal auch Twa oder Abatwa genannt — gelten als eine der ältesten Bevölkerungsgruppen Ostafrikas. In Uganda lebten verschiedene Batwa-Gruppen seit Jahrtausenden in den Regenwäldern des Albertine-Rifts, darunter im Gebiet des heutigen Bwindi Impenetrable National Park und des Mgahinga Gorilla National Park. Ihre Lebensweise war vollständig auf den Wald ausgerichtet: Sie jagten kleine Tiere, sammelten Honig, Früchte und Heilkräuter und lebten in engem Kontakt mit den Berggorillas, die denselben Lebensraum teilten. Der Wald war für sie kein Ressourcenspeicher — er war Heimat, Identität und spirituelle Welt zugleich.
Mit der Gründung des Bwindi Impenetrable National Park im Jahr 1991 und der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste 1994 endete diese jahrtausendealte Verbindung abrupt. Die Batwa wurden aus dem Park ausgesiedelt — ohne einen staatlichen Umsiedlungsplan, ohne Entschädigung und ohne Ersatzland. Die ugandische Regierung hatte schlicht keine Lösung parat: Es gab keine Parzellen, keine Häuser, keine Strukturhilfe. Was folgte, war eine Phase tiefer Marginalisierung. Familien, die nie Geld gekannt hatten und kein Farmerland besaßen, waren plötzlich auf die Gnade der Nachbargemeinden angewiesen — der Bakiga und anderer sesshafter Gruppen, mit denen es kaum kulturelle Überschneidungen gab.
Die rechtliche Aufarbeitung dieses Unrechts zieht sich bis heute hin. Ein Verfassungsbeschwerdeverfahren — United Organisation for Batwa Development in Uganda and 11 Others v Attorney General (Constitutional Petition No 3 of 2013), entschieden am 19. August 2021 — dokumentiert die anhaltenden Spannungen zwischen staatlichem Naturschutzrecht und den Landrechten der Batwa. Das Urteil stellte Versäumnisse fest, löste aber das Grundproblem — die fehlende Landausstattung — nicht nachhaltig. Bis heute sind Batwa-Gemeinden in der Region weitgehend ohne formelle Landtitel, was sie wirtschaftlich und rechtlich extrem vulnerabel macht. Denn ohne Landtitel ist selbst Mikrokreditprogrammen eine wichtige Grundlage entzogen: Wer nichts besitzt, kann nichts als Sicherheit hinterlegen.
[ZITAT: Guide über die Bedeutung von Mukungu für die Batwa-Identität]
Mukungu Settlement heute: Leben am Waldrand
Mukungu Settlement liegt im nördlichen Sektor des Bwindi-Einzugsgebiets, nahe dem Haupteingang Buhoma. Die Siedlung ist nicht groß im Sinne einer Stadt — es handelt sich um eine organisch gewachsene Ansammlung einfacher Häuser aus Lehmziegeln und Wellblech, eingebettet zwischen Farmland und dem grünen Wall des Regenwalds. Wer von Buhoma aus zum Park geht, kommt an Mukungu vorbei. Und wer genauer hinschaut, erkennt die besondere Situation: Der Parkrand ist buchstäblich greifbar nah — und doch ist der Eintritt verwehrt.
Während unserer mehrfachen Aufenthalte in Buhoma — darunter ausführliche Besuche im Januar 2026 sowie im Mai und Juni 2026 — haben wir die Mukungu-Gemeinde bei verschiedenen Gelegenheiten angetroffen: beim Community Walk, bei Begegnungen am Markt und in Gesprächen mit Guidesund Mitarbeitern lokaler NGOs. Was auffällt: Die Batwa von Mukungu sind sichtbar präsent, aber strukturell noch immer an den Rand gedrängt. Wenige arbeiten als Ranger oder Guides im Park — laut einer Erhebung der Action for Batwa Empowerment Group (ABEG) aus dem Jahr 2025 sind es lediglich ein Ranger und einige Träger. Formelle Beteiligung an Parkentscheidungen fehlt.
Die Bevölkerungszahlen sind ein eigenes Kapitel. Der nationale Zensus 2024 erfasste 3.857 Batwa in ganz Uganda — das entspricht einem Rückgang von 38 Prozent gegenüber den 6.200, die 2014 gezählt wurden. Diese Entwicklung ist teilweise methodisch zu erklären, da frühere Schätzungen und spätere Zählungen unterschiedlich vorgingen. Im Kanungu-Distrikt, zu dem Buhoma und Mukungu gehören, wurden 2016 insgesamt 776 Batwa in 165 Haushalten erfasst (Quelle: Batwa around the Bwindi, 2025). Im Kisoro-Distrikt, dem zweiten Schwerpunkt der Batwa-Besiedlung rund um Bwindi, lebten laut Stakeholder-Konsultation 2022 noch 562 Batwa im Südsektor des Parks. Die Gesamtzahl der Batwa rund um den Park ist damit überschaubar — umso wichtiger ist der Erhalt und die Stärkung jeder einzelnen Gemeinschaft.
Eines ist im Alltag von Mukungu deutlich spürbar: Der Wunsch nach Eigenständigkeit und Würde ist vorhanden. Die Batwa sind keine passive Gruppe, die auf externe Hilfe wartet. Sie betreiben Kulturgruppen, lehren traditionelle Musik und Tanz, sammeln Heilpflanzenwissen und beginnen, es für Touristen zugänglich zu machen. Gleichzeitig kämpfen sie mit den Grundproblemen fehlenden Landes, mangelnder Infrastruktur und historisch gewachsener wirtschaftlicher Ausgrenzung.
Wer hilft? NGOs und Programme für die Batwa um Bwindi
Die Situation der Batwa rund um Bwindi ist ohne die Arbeit mehrerer Nichtregierungsorganisationen kaum vorstellbar. Das Batwa Development Programme (BDP) ist dabei die älteste und breiteste Organisation: seit 1991 aktiv, hat es über 1.187 Batwa in Kanungu und Kisoro erreicht. Das BDP kauft Land auf, baut Häuser aus stabilen Materialien (Interlocking-Ziegelsteinen statt Lehm), versorgt Familien mit Saatgut und Nutztieren wie Ziegen und leistet Bildungsarbeit: 465 Batwa-Kinder sind in vier geförderten Schulen eingeschrieben — von der Vorschule bis zur Tertiärstufe. Zudem unterhält das BDP ein Team von 75 Mitarbeitenden, darunter über 100 Batwa als Tänzer, Köche und Reinigungskräfte.
Die Action for Batwa Empowerment Group (ABEG), 2017 gegründet und 2021 formal registriert, verfolgt einen stärker auf wirtschaftliche Selbstständigkeit ausgerichteten Ansatz. Mit 23 Mitarbeitenden — einem Mix aus Batwa und Nicht-Batwa — hat ABEG über 200 Menschen durch wirtschaftliche Empowerment-Programme erreicht. Dazu gehören Mikrokredite, Schuhputz- und Kerzenherstellung, Korbflechten sowie Anbau von Pilzen und Gemüse. ABEG hat auch eine eigene Batwa-Kulturgruppe und Zugangsrechte mit der Uganda Wildlife Authority (UWA) ausgehandelt. Auf der Wunschliste der Gemeinschaft stehen laut Erhebung 2025 unter anderem moderne Imkerei, UWA-Genehmigungen für Bienenstöcke und bessere Vermarktung von Batwa-Produkten.
Empowering Vulnerable Communities (EVC), in Partnerschaft mit der italienischen Organisation OVD, arbeitet mit einem breiteren Fokus auf vulnerable Bevölkerungsgruppen, schließt aber Batwa-Aktivitäten in den Bereichen Ernährungssicherheit, Saatgutversorgung und saisonales Werkzeug ein. Alle drei Organisationen haben eines gemeinsam: Sie stoßen an die Grenze des Machbaren, solange die Batwa kein formal abgesichertes Eigentumsrecht an Land haben. Fördermittel fließen, aber ohne rechtliche Landtitel bleibt die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Gemeinschaft strukturell gefährdet.
Auch kleinere, projektorientierte Initiativen spielen eine Rolle. Das von Hope on the Road betriebene Solar-Projekt bringt Solaranlagen und Solarlampen in Haushalte und Schulen in Buhoma — ein Programm, von dem auch die Randgemeinschaften wie Mukungu profitieren können. Solche Maßnahmen verbessern unmittelbar die Lebensqualität: Ein Haushalt in der Region verbraucht laut Daten durchschnittlich 27 Liter Wasser pro Tag — Solarbeleuchtung hilft, die Abendstunden sicher und produktiv zu nutzen.
Wer die Mechanismen des Community Benefit Sharing im Bwindi-Kontext besser verstehen möchte, findet dort eine detaillierte Darstellung, wie Parkeinnahmen formell an Gemeinden fließen — und wo die Batwa dabei strukturell benachteiligt sind.
Batwa-Kultur erleben: Was Reisende in Mukungu erwartet
Für Reisende, die mehr als Gorilla-Trekking suchen, ist ein Besuch in Mukungu eine der tiefgreifendsten Erfahrungen rund um Bwindi. Der strukturierteste Einstieg ist der Community Walk Buhoma — eine geführte Dorfwanderung, die verschiedene Projekte und Kulturgruppen verbindet. Der Walk beinhaltet üblicherweise Einblicke in traditionelle Medizin, Musikvorführungen und ein Gespräch mit Vertretern der Batwa-Gemeinschaft. Angeboten wird er über das Buhoma Community Visitor Centre, das auch die Erlöse aus den Eintrittsgeldern anteilig an teilnehmende Gemeinden weiterleitet.
Was erlebt man konkret? Beim Besuch in Mukungu stehen kulturelle Vorführungen im Mittelpunkt: Batwa-Tanz und -Gesang gehören zur stärksten Ausdrucksform dieser Gemeinschaft. Die Lieder — teils Jagdlieder, teils Zeremonialgesänge — klingen ganz anders als die Bantu-Musik der umliegenden Bakiga-Mehrheitsgesellschaft. Wer aufmerksam zuhört, ahnt die eigene Welt, aus der diese Klänge stammen: den Wald, die Stille, die Bewegung durch dichtes Unterholz. Dazu kommen Handwerksdemonstrationen — Korbflechten, Pfeilbogenherstellung, das Anzünden von Feuer ohne Streichhölzer. Ältere Mitglieder der Gemeinschaft sind oft bereit, über das Leben im Wald zu sprechen, wie es vor 1991 war.
[ZITAT: Lokaler Guide oder Batwa-Ältester über die Bedeutung der Kulturvorführungen]
Eine wichtige Frage, die Reisende stellen sollten: Wie viel des Geldes kommt direkt bei der Gemeinde an? Die Antwort ist komplex. Teile der Einnahmen fließen über das Visitor Centre und NGO-Strukturen — nicht immer transparent und nicht immer gleichmäßig. Wer sicher sein möchte, dass seine Mittel direkt wirken, sollte handgemachte Produkte (Körbe, Holzschnitzereien, Kerzen) direkt vor Ort kaufen und kleinere Beträge bar an Führungspersonen der Gemeinschaft übergeben — nicht an Zwischenhändler. Auch ein direkter Kurs oder Workshop über ABEG oder BDP ist möglich.
Wer Buhoma als Basis nutzt, kann den Community Walk bequem mit dem Gorilla-Trekking oder einem Besuch der Gorilla Bluff Lodge verbinden. Die Lodge liegt ebenfalls in Buhoma und wird von erfahrenen Mitarbeitenden betrieben, die den Kontakt zu lokalen Projekten herstellen können.
Naturschutz und Vertreibung: Eine Spannung, die bleibt
Der Bwindi Impenetrable National Park ist heute Heimat von rund der Hälfte aller noch lebenden Berggorillas der Welt — ein Naturschutzerfolg, der weltweit anerkannt wird. Der Bestand der Berggorillas hat sich durch intensive Schutzmaßnahmen erholt; der Zensus 2025 erfasste im Park zusätzlich 426 Schimpansen (Quelle: State of Wildlife Resources in Uganda 2026). Bwindi und das benachbarte Echuya Forest Reserve gelten laut demselben Bericht als Kernlebensräume für mindestens eine gefährdete Katzenart auf der ugandischen Roten Liste.
Dieser Naturschutzerfolg hat einen Preis, den die Batwa gezahlt haben. Die Spannung zwischen Biodiversitätsschutz und den Rechten indigener Völker ist keine ugandische Besonderheit — sie zieht sich durch die gesamte Geschichte globaler Schutzgebiete. Im Fall der Batwa ist sie besonders scharf, weil die Gemeinschaft klein, arm und politisch kaum repräsentiert ist. Naturschutzkonflikte um Bwindi — etwa die in den Jahren 2020 bis 2025 dokumentierten Vorfälle illegaler Waldnutzung (zwischen 20 und 60 Fälle jährlich laut State of Wildlife Resources 2026) — betreffen in vielen Fällen Menschen, die durch mangelnden Landbesitz auf Waldressourcen angewiesen sind. Darunter sind auch Batwa-Haushalte.
Was bedeutet das für Reisende? Zunächst: Es gibt keine einfache Antwort. Der Besuch in Mukungu ist keine Lösung für das Landrechtsproblem. Aber er kann etwas anderes leisten: Bewusstsein schaffen, wirtschaftliche Impulse direkt bei der Gemeinschaft setzen und eine Form des Respekts ausdrücken, die über das Trekking-Ticket hinausgeht. Wer mehr über nachhaltiges Reisen in der Bwindi-Region erfahren möchte, findet dort einen umfassenden Überblick, wie der eigene Aufenthalt so gestaltet werden kann, dass möglichst viel Nutzen lokal verbleibt.
Für Reisende, die sich für die Menschen rund um Bwindi interessieren, ist Mukungu ein unverzichtbarer Bestandteil des Bildes. Die Batwa sind kein touristisches Beiwerk — sie sind ein Teil der Geschichte dieses Ortes, der ohne ihr Kapitel unvollständig bleibt.
Der Semuliki-Nationalpark im Albertine-Rift ist übrigens das zweite bekannte Schutzgebiet Ugandas mit Batwa-Präsenz — ein Hinweis darauf, dass das Schicksal der Batwa im Bwindi-Kontext kein Einzelfall ist, sondern Teil eines größeren Musters in der ugandischen Naturschutzgeschichte. In der Zwischenzeit bleibt Mukungu das wichtigste Zentrum Batwa-Lebens im Kanungu-Distrikt — ein Ort, der Zeugenschaft trägt und gleichzeitig nach vorne schaut.
Häufige Fragen
Was ist Mukungu Settlement und warum ist es wichtig?
Mukungu Settlement ist die größte Batwa-Gemeinde in der unmittelbaren Umgebung des Bwindi Impenetrable National Park im Kanungu-Distrikt. Die Batwa sind die ursprünglichen Waldbewohner der Region, die Anfang der 1990er Jahre bei der Parkgründung ohne Entschädigung oder Ersatzland umgesiedelt wurden. Mukungu ist heute ein zentraler Ort ihres kulturellen und sozialen Lebens.
Wie viele Batwa leben heute rund um den Bwindi-Park?
Die Zahlen schwanken je nach Erhebungsmethode. Im Kisoro-Distrikt (Südsektor des Parks) wurden 2022 rund 562 Batwa erfasst. Im Kanungu-Distrikt, zu dem Buhoma und Mukungu gehören, wurden 2016 insgesamt 776 Batwa in 165 Haushalten gezählt. Ugandaweit sank die Zahl der Batwa laut Volkszählung 2024 auf 3.857 — ein Rückgang von 38 Prozent gegenüber 2014.
Kann ich als Tourist Mukungu besuchen?
Ja. Der strukturierteste Zugang ist der Community Walk Buhoma, der geführte Besuche bei lokalen Projekten und Batwa-Kulturgruppen verbindet. Es ist auch möglich, über lokale NGOs wie ABEG oder BDP direktere Besuche zu arrangieren. Achten Sie darauf, dass Ihr Besuchsbeitrag direkt bei der Gemeinschaft ankommt — kaufen Sie Handwerk vor Ort und vermeiden Sie Zwischenhändler.
Welche Organisationen unterstützen die Batwa in Bwindi?
Die wichtigsten sind das Batwa Development Programme (BDP, seit 1991 aktiv, über 1.187 Batwa erreicht), die Action for Batwa Empowerment Group (ABEG, gegründet 2017) und Empowering Vulnerable Communities (EVC, in Partnerschaft mit der italienischen Organisation OVD). Alle drei arbeiten in den Bereichen Landerwerb, Bildung, Berufsausbildung und wirtschaftliche Eigenständigkeit.
Warum haben die Batwa keine formellen Landrechte?
Bei der Gründung des Bwindi-Nationalparks in den frühen 1990er Jahren gab es keinen staatlichen Resettlement-Plan für die Batwa. Kein Ersatzland wurde bereitgestellt. Bis heute fehlen formelle Landtitel, was die Batwa wirtschaftlich vulnerabel macht: ohne Eigentum sind etwa Mikrokredite nur eingeschränkt zugänglich. Ein Verfassungsbeschwerdeverfahren aus dem Jahr 2013 (entschieden 2021) stellte staatliche Versäumnisse fest, löste das Grundproblem aber nicht.
Weiterführende Artikel
- Die Menschen rund um Bwindi — Bakiga, Batwa und ihre Geschichten
- Community Benefit Sharing: Wie Parkeinnahmen in Gemeinden fließen
- Nachhaltig reisen in Bwindi: Tipps für bewusste Reisende
- Tourismus und Gemeinschaft in Buhoma: Wer profitiert?
- Buhoma: Der Nordeingang zum Bwindi-Park
- Gorilla-Trekking in Bwindi: Alles was Sie wissen müssen
- Gorilla-Schutzprojekte: Naturschutz und Gemeinschaft verbinden