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Partizipative Planung Bwindi: Governance & Managementzonen

Partizipative Planung Bwindi: Governance & Managementzonen

Wie der Managementplan 2014-2023 Nutzungsbeschränkungen in Bwindi regelt: Planungsgruppe, vier Managementzonen und konkrete Ziele im Überblick.

Nutzungsbeschränkungen im Bwindi Impenetrable National Park werden über einen formalen Managementplan festgelegt, der von einer Multi-Stakeholder-Planungsgruppe erarbeitet wurde und den Park in vier Zonen mit unterschiedlichen Nutzungsregeln einteilt.

Zahlen im Überblick

  • 16 — Mitglieder umfasste die interdisziplinäre Planungsgruppe, die den Managementplan 2014-2023 für Bwindi erarbeitet hat.
  • 4 — Managementzonen strukturieren den Park: Tourismus-, Wildnis-, Verwaltungs- und Ressourcennutzungszonen.
  • 50% — Um mindestens diesen Anteil sollten Mensch-Wildtier-Konflikte laut Planziel bis 2023 reduziert werden.
  • 25 — Managementprobleme identifizierte der Plan, darunter Bergbaudruck, unklare Parkgrenzen und schwache Wildtiergesetze.
  • ~1.400 — Batwa leben in rund 277 Haushalten in Siedlungen angrenzend an den Bwindi-Nationalpark.

Die Planungsgruppe: Wer über Nutzungsbeschränkungen in Bwindi entscheidet

Kurzantwort: Der Managementplan 2014-2023 für Bwindi wurde von einer 16-köpfigen, interdisziplinären Planungsgruppe mit Multi-Stakeholder-Zusammensetzung erarbeitet.

Nutzungsbeschränkungen im Bwindi Impenetrable National Park sind nicht das Ergebnis einzelner Entscheidungen, sondern eines formalen Planungsprozesses. Für den aktuellen Managementplan, der den Zeitraum 2014 bis 2023 abdeckt, wurde eine Planungsgruppe aus 16 Mitgliedern zusammengestellt. Diese Gruppe war interdisziplinär und mit unterschiedlichen Interessengruppen besetzt.

Solche Multi-Stakeholder-Gremien bringen in der Naturschutzplanung typischerweise Vertreter der Parkverwaltung, wissenschaftliche Expertise sowie Perspektiven aus Tourismus und angrenzenden Gemeinden zusammen. Welche konkreten Institutionen und Personen im Fall von Bwindi in der 16-köpfigen Gruppe saßen, ist aus den vorliegenden Quellen nicht im Detail bekannt. Über die dokumentierte Größe und den interdisziplinären Charakter der Gruppe hinaus lassen sich keine gesicherten Aussagen zur genauen Zusammensetzung treffen.

Managementzonen: Wie Nutzung im Park räumlich geregelt wird

Kurzantwort: Der Managementplan teilt Bwindi in vier Zonen ein – Tourismus-, Wildnis-, Verwaltungs- und Ressourcennutzungszonen –, die jeweils unterschiedliche Nutzungsregeln vorsehen.

Um Nutzungsbeschränkungen räumlich umzusetzen, unterteilt der Managementplan 2014-2023 den Park in vier Managementzonen:

  • Tourismuszonen – Bereiche, in denen touristische Aktivitäten wie Gorilla-Trekking stattfinden.
  • Wildniszonen – Gebiete mit besonders strengem Schutzstatus und minimaler menschlicher Nutzung.
  • Verwaltungszonen – Flächen für Infrastruktur und Parkmanagement.
  • Ressourcennutzungszonen – Bereiche, in denen geregelte Nutzung durch angrenzende Gemeinden vorgesehen ist.

Diese Zonierung ist eng mit den 25 Managementproblemen verknüpft, die der Plan identifiziert. Dazu zählen unter anderem Druck durch Bergbauaktivitäten, unklare Parkgrenzen, schwache Wildtiergesetze und unzureichende Tourismusüberwachung. Gerade unklare Grenzen und Nutzungskonflikte in Randbereichen berühren auch die Frage, wie Ugandas Waldschutzgesetze auf angrenzende Waldflächen und Ressourcennutzung angewendet werden – ein Zusammenhang, der über die reine Zoneneinteilung von Bwindi hinausreicht und der auf der Seite zu Ugandas Waldschutzgesetzen vertieft wird.

Ziele des Managementplans 2014-2023: Konflikte, Einnahmen, Tierschutz

Kurzantwort: Der Plan setzte konkrete Ziele: Konfliktreduktion um mindestens 50%, gerechtere Einnahmeverteilung bis 2017, eine eigene Veterinäreinheit und jährliche operative Planung.

Der Managementplan 2014-2023 formuliert mehrere messbare Ziele. Ein zentrales Ziel war die Reduzierung von Mensch-Wildtier-Konflikten um mindestens 50 Prozent innerhalb der Planperiode. Daneben sah der Plan die Förderung einer gerechteren Einnahmeverteilung unter den vom Park betroffenen Gemeinschaften bis 2017 vor.

Weitere Bausteine waren die Einrichtung einer Veterinäreinheit mit einem ansässigen Veterinär sowie die Durchführung jährlicher operativer Planung (Annual Operational Planning, AOP) ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 bis zum Ende der Planperiode 2023. Insgesamt adressierte der Plan 25 Managementprobleme, von Bergbaudruck über unklare Parkgrenzen bis zu schwachen Wildtiergesetzen und unzureichender Tourismusüberwachung.

Ob diese Ziele bis zum Ende der Planperiode tatsächlich erreicht wurden, lässt sich anhand der vorliegenden Quellen nicht abschließend beurteilen.

Die Batwa und ihre Rolle in partizipativen Prozessen

Kurzantwort: Rund 1.400 Batwa leben in Siedlungen angrenzend an Bwindi; ob und wie sie konkret in partizipative Planungsprozesse eingebunden sind, ist auf Basis der vorliegenden Quellen nicht belegt.

In den Distrikten Kisoro und Kanungu leben rund 1.400 Batwa in etwa 277 Haushalten in Siedlungen angrenzend an den Bwindi Impenetrable National Park. Die Batwa gelten als eine der Bevölkerungsgruppen, die von Nutzungsbeschränkungen im Park unmittelbar betroffen sind.

Die vorliegenden Quellen belegen diese Bevölkerungszahl, machen aber keine Aussage darüber, ob und in welcher Form die Batwa in der 16-köpfigen Planungsgruppe oder in andere partizipative Prozesse des Managementplans eingebunden waren. Diese Frage bleibt auf Basis der aktuellen Datenlage offen. Wie Einnahmen aus dem Tourismus an angrenzende Gemeinschaften wie die Batwa verteilt werden, behandelt der Artikel zum Community Benefit Sharing in Bwindi im Detail.

Häufige Fragen

Wer entscheidet über Nutzungsbeschränkungen im Bwindi-Nationalpark?

Formale Grundlage ist der Managementplan 2014-2023, der von einer 16-köpfigen, interdisziplinären Multi-Stakeholder-Planungsgruppe erarbeitet wurde.

Was sind die vier Managementzonen in Bwindi?

Der Park ist in Tourismuszonen, Wildniszonen, Verwaltungszonen und Ressourcennutzungszonen eingeteilt, die jeweils unterschiedliche Nutzungsregeln vorsehen.

Welche Ziele verfolgte der Managementplan 2014-2023?

Zentrale Ziele waren eine Reduzierung von Mensch-Wildtier-Konflikten um mindestens 50 Prozent, eine gerechtere Einnahmeverteilung bis 2017, eine eigene Veterinäreinheit und jährliche operative Planung ab 2014/2015.

Sind die Batwa an Entscheidungen über den Park beteiligt?

Das ist auf Basis der vorliegenden Daten nicht eindeutig zu beantworten: Belegt ist nur, dass rund 1.400 Batwa in Siedlungen angrenzend an den Park leben – konkrete Angaben zu ihrer Einbindung in Planungsprozesse liegen nicht vor.

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