Die Virunga Conservation Area ist ein eigenständiges Berggorilla-Schutzgebiet rund 50 Kilometer von Bwindi entfernt, mit einer eigenen Population und einer Fläche, die sich über Uganda, Ruanda und die Demokratische Republik Kongo erstreckt.
Zahlen im Überblick
- 604 Gorillas — Laut Zensus 2016 lebten in der Virunga Conservation Area 604 Berggorillas – mehr als die Hälfte des damaligen Weltbestandes.
- 50 km — So weit ist Bwindi Impenetrable Forest von der Virunga Conservation Area entfernt – beide Gebiete beherbergen getrennte Gorilla-Populationen.
- 3 Länder — Uganda, Ruanda und die Demokratische Republik Kongo teilen sich die Virunga Conservation Area.
- 4127 m — Höhe des Vulkans Muhavura, der zusammen mit Gahinga und Sabinyo die südliche Kulisse für die Grenzstadt Kisoro bildet.
- 1970er Jahre — Seit dieser Zeit werden die Berggorillas im Virunga-Massif regelmäßig überwacht.
Was ist die Virunga Conservation Area?
Kurzantwort: Die Virunga Conservation Area ist ein eigenständiges Schutzgebiet für Berggorillas, das sich über die Virunga-Vulkane in Uganda, Ruanda und der DR Kongo erstreckt und rund 50 Kilometer von Bwindi entfernt liegt.
Die Virunga Conservation Area umfasst die Vulkanregion der Virunga-Berge und bildet ein eigenständiges Schutzgebiet für Berggorillas. Sie liegt etwa 50 Kilometer vom Bwindi Impenetrable Forest entfernt und erstreckt sich über die Landesgrenzen von Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo.
Anders als Bwindi ist die Virunga Conservation Area kein einzelner Nationalpark, sondern ein zusammenhängendes Ökosystem aus mehreren Schutzgebieten, das grenzüberschreitend verwaltet wird. Sie beherbergt eine eigene, von Bwindi getrennte Berggorilla-Population.
Gorilla-Population in der Virunga Conservation Area
Kurzantwort: Laut Zensus 2016 lebten in der Virunga Conservation Area 604 Berggorillas – mehr als die Hälfte des damaligen Weltbestandes.
Der letzte veröffentlichte Zensus aus dem Jahr 2016 zählte 604 Berggorillas in der Virunga Conservation Area. Das entsprach damals mehr als der Hälfte der weltweiten Berggorilla-Population. Diese Zahl bezieht sich ausschließlich auf die Virunga-Region und ist von den Bestandszahlen in Bwindi zu unterscheiden.
Insgesamt – also Bwindi und die Virunga-Vulkane zusammengerechnet – ist der Berggorilla-Bestand in den Jahren nach dem Zensus auf über 1000 Tiere gewachsen. Berggorillas werden im Virunga-Massif bereits seit den frühen 1970er Jahren regelmäßig überwacht, was zu den am besten dokumentierten Wildtierpopulationen Afrikas zählt.
Wichtiger Hinweis zum Datenstand: Die Zahl von 604 Tieren stammt aus dem Zensus 2016. Neuere, aktualisierte Bestandszahlen speziell für die Virunga Conservation Area liegen für diesen Artikel nicht vor.
Schutz und grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Kurzantwort: Die Greater Virunga Transboundary Collaboration koordiniert Schutz und Gesundheitsüberwachung der Gorillas über die Grenzen von Uganda, Ruanda und der DR Kongo hinweg.
Weil sich die Virunga Conservation Area über drei Länder erstreckt, erfordert ihr Schutz eine länderübergreifende Zusammenarbeit. Die Greater Virunga Transboundary Collaboration bündelt Schutzmaßnahmen und Gesundheitsüberwachung der Gorillas über Uganda, Ruanda und die Demokratische Republik Kongo hinweg.
Monitoring-Daten aus den Jahren 2015 und 2016 zeigen die Entwicklung von Bedrohungen im Gebiet: Die Fallen-Encounter-Rate – also wie oft Wildtierfallen bei Kontrollgängen gefunden wurden – lag 2015 bei 0,15 pro Kilometer und sank 2016 auf 0,09 pro Kilometer. Das deutet auf eine rückläufige, aber weiterhin bestehende Wilderei-Aktivität im Untersuchungszeitraum hin.
Virunga Conservation Area vs. Bwindi: Was Reisende wissen sollten
Kurzantwort: Virunga und Bwindi sind zwei getrennte Gorilla-Habitate mit eigenen Populationen; Ausgangspunkt für die Virunga-Seite in Uganda ist meist die Grenzstadt Kisoro.
Für die Reiseplanung ist die wichtigste Unterscheidung: Bwindi und die Virunga Conservation Area sind getrennte Habitate mit jeweils eigenen Gorilla-Familien. Wer in Bwindi trekkt, besucht nicht dieselben Gorillas wie in der Virunga-Region – Permits und Trekking-Organisation laufen entsprechend getrennt.
Auf ugandischer Seite ist Kisoro der typische Ausgangspunkt für die Virunga-Vulkane. Die Grenzstadt hat rund 18.000 Einwohner, liegt auf etwa 2000 Metern Höhe und wird südlich von den Vulkanen Muhavura (4127 m), Gahinga und Sabinyo eingerahmt.
Konkrete Permit-Preise und aktuelle Buchungsdetails für Gorilla-Trekking in der Virunga-Region auf ruandischer oder kongolesischer Seite liegen für diesen Artikel nicht vor. Wer dort trekken möchte, sollte sich direkt bei den jeweiligen nationalen Behörden informieren.
Häufige Fragen
Ist die Virunga Conservation Area dasselbe wie der Bwindi Impenetrable Forest?
Nein. Es handelt sich um zwei getrennte, aber benachbarte Gorilla-Habitate mit jeweils eigenen Populationen. Die Virunga Conservation Area liegt rund 50 Kilometer von Bwindi entfernt.
Wie viele Berggorillas leben in der Virunga Conservation Area?
Laut Zensus 2016 lebten dort 604 Berggorillas – mehr als die Hälfte des damaligen Weltbestandes. Insgesamt (Bwindi und Virunga zusammen) ist die Berggorilla-Population seither auf über 1000 Tiere gewachsen. Neuere, separate Zahlen für Virunga allein liegen aktuell nicht vor.
Welche Länder teilen sich die Virunga Conservation Area?
Uganda, Ruanda und die Demokratische Republik Kongo. Die Greater Virunga Transboundary Collaboration koordiniert den grenzüberschreitenden Schutz der Gorillas in diesen drei Ländern.
Kann ich Gorilla-Permits für Bwindi und die Virunga Conservation Area kombinieren?
Da beide Gebiete getrennte Gorilla-Populationen und getrennte Permit-Systeme haben, muss jedes Trekking separat organisiert und gebucht werden. Genaue aktuelle Buchungsdetails für die Virunga-Seite sind hier nicht abgedeckt.
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